Was macht die Lebensqualität in Eisenach aus?

Das Maß an Lebensqualität wird durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt. Die Verfügbarkeit und die Auswahl an Wohnungen, ausreichende und vielfältige Arbeitsplätze, ein reichhaltiges Freizeit- und Erholungsangebot, ein umfangreiches Kultur- und Bildungs-, Einkaufs- und Unterhaltungsangebot sind für ein selbst bestimmtes Leben von großer Bedeutung. Lebensqualität entsteht aus der Gesamtheit der zur Verfügung stehen Leistung und von Faktoren einer geordneten Stadtentwicklung, die ein enges Geflecht aus ökonomischen, ökologischen und sozialen Chancen schaffen muss. Die soziale Sicherheit, die politische Stabilität und die Verlässlichkeit der Verwaltung sowie die Vorbildfunktion von Personen des öffentlichen Lebens prägen eine intakte Gesellschaft, die aus vielen Individuen erst ein lebendiges Gemeinwesen macht, in der Freiheit, Sicherheit, Toleranz und Akzeptanz über Generationen hinweg möglich sind.

Wandelhalle
Eisenach

Bürger für Eisenach für die Verlegung der B19

Die Verlegung der B19 wird nicht nur den Verkehr umleiten, die Auswirkungen sind wesentlich tief greifender. Der Ausbau auf der vorhandenen Trasse ist weder in der Stadt Eisenach noch im engen Mariental zu bewältigen. Der Trassenentwurf nach dem Bundesverkehrswegeplan sieht vor, dass die B19 zukünftig vor Wilhelmsthal unter den Rennsteig hindurch, an Wutha-Farnroda und Stockhausen vorbei geführt wird. Der Naherholungsbereich von Wilhelmsthal über die Hohe Sonne, durch das Mariental, der Südstadt wie auch der gesamte Bahnhofsbereich werden entlastet. Die Bewohner der Häuser längs der B19 werden weniger Verkehrslärm, weniger Staub und geringere Schadstoffemissionen erleiden müssen. Das Mariental ist geologisch und botanisch mit dem Prinzenteich, dem klaren Bachlauf, der tiefen Drachenschlucht hinauf zur Hohen Sonne ein Paradies. Die Anziehungskraft der einzigartigen Naturbereiche kann touristisch besser vermarktet werden, das Wandern aus dem Mariental zur Wartburg, auf den Rennsteig, über die Hohe Sonne bis zum Schloss Wilhelmsthal werden durch die Verlegung der B19 attraktiver. Die positiven Auswirkungen strahlen auf die gesamte Stadt aus. Natürlich ist bekannt, dass es nicht nur positive Folgen auf Natur und Umwelt geben wird. Die Verlagerung des Verkehrs will wohl bedacht sein. Von den Wirkungen, die von der neuen Trassenführung ausgehen werden, sind die Bürger in Moosbach, Wutha-Farnroda und Stockhausen nur indirekt betroffen. Die Abstände zu bewohnten Bereichen sind ausreichend bemessen. In der Abwägung von Vor- und Nachteilen wird eine Verlegung der B19 für die Stadt Eisenach positiv gesehen.

Drachen-schlucht
Vitalisierung der Eisenacher Innenstadt

Die Bürger für Eisenach legen ihr Augenmerk auf die Vitalisierung der Innenstadt und auf ein geordnetes Zusammenleben. Technischer und kultureller Fortschritt, Veränderungen in Handel und Gewebe und innovative Ideen im Wohn- und Freizeitbereich haben ihre Keimzelle, ihren Ursprung in den Innenstädten. Diesen kreativen, wirtschaftlichen und sozialen Kräften ist Raum zur Entfaltung zu geben.

Um unsere Innenstadt dauerhaft zu vitalisieren, ist das Problem des fließenden und ruhenden Verkehres zu lösen. Einer weiteren Inbesitznahme der öffentlichen Stadträume durch den ruhenden und fließenden PKW-Verkehr ist Einhalt zu gebieten; der Autofahrer ist Besitzer seines Autos und nicht Besitzer der Straßen und Plätze. Ein Mit- und nicht Nebeneinander von Wohnen, Dienstleistung, Handel, Kultur und Fremdenverkehr muss Ziel einer zukunftsweisenden Stadtpolitik sein – hierfür setzen wir uns ein.

Dem öffentlichen Personennahverkehr muss der erforderliche Vorrang eingeräumt werden. Der “Parksuchverkehr“ kann durch eine angemessene Anzahl von Stellplätzen um den Stadtkern herum in Verbindung mit dem Parkleitsystem unterbunden werden. Der Durchgangsverkehr (Schleichverkehr) sollte unterbleiben.

Die Straßen um den Innenstadtbereich müssen den Verkehr flüssig halten, das kann durch eine bedarfsgerechte Ampelsteuerung (grüne Welle) erreicht werden. Die Innenstadt sollte nach und nach zu einer verkehrsberuhigten bzw. zeitweise verkehrsfreien Zone umgestaltet werden. Die Schrittgeschwindigkeit ist das Maß für das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer.

Wir, ob Bewohner oder Besucher der Stadt, sind in erster Linie Fußgänger. Uns und den Radfahrern ist der öffentliche Raum zur Nutzung zu überlassen und nur zu einem geringeren, angemessenen Teil denen, die Straßen unbedingt befahren müssen. Wir dürfen dem automobilen Verkehr nur eine begrenzte Fläche überlassen, nur das unbedingt benötigte Mindestmaß.

Die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer ist anzustreben.

Dem Automobilstandort Eisenach kommt eine besondere Bedeutung zu. Gemeinsam können wir beweisen, dass in einer mobilen, automobilen Stadt ein Miteinander möglich ist. Der Autoverkehr soll nicht unterbunden, sondern muss geordnet und beruhigt werden.

In Arbeitsgruppen müssen kleine Schritte zur Umsetzung besprochen werden. Die Ziele der Verkehrsentwicklungsplanung sind mehr wert als das Papier, auf dem sie dargestellt sind. Der politische Wille kann das Konzept nicht ohne die Akzeptanz des Bürgers umsetzen. Die aktive Teilnahme aller Betroffenen wird erst die Voraussetzung schaffen. Anlieger, Bewohnern und Besuchern müssen im Miteinander für die Umsetzung sorgen.

Eine Rückgewinnung des öffentlichen Raumes, eine Inbesitznahme zur Steigerung der Lebensqualität ist das erklärte Ziel.

Unsere Innenstadt, die Stadt Eisenach kann mit ihren historischen Straßen und Plätzen wieder ein vitaler Lebensraum mit hoher Aufenthaltsqualität werden – wir müssen nur wollen.

Rathaus

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